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Doch es müssen nicht immer Jahrtausende alte Objekte sein, die bei Forschern auf Interesse stoßen – auch Produkte der modernen Zivilisation liefern Fragen und gleichsam neue Erkenntnisse. So auch im Fall einer Dose ATE Bremsflüssigkeit, die ein Lawinen- und Gletscherforschungsteam aus Davos entdeckte: Im Gletscher "Foura da l’Amd Ursina" auf dem Schafsberg Pontresina. Anhand des Produktionsdatums der Dose ließ sich das Alter der weggeschmolzenen Schneedecke eingrenzen – zwar noch recht vage auf den Zeitraum zwischen 1911 und 1973, doch schon diese Zeitspanne war für die Forscher von großer Wichtigkeit.  | | Links die am 14. August 2007 gefundene Dose - rechts die Dose in einer Anzeigenkampagne. |
Bei allen Informationen, die sich aus dem Fund ziehen lassen, so stellt sich natürlich auch eine ganz wesentliche Frage: Wie kommt eine Dose Bremsflüssigkeit auf 2800 Meter Höhe? Wanderer verirren sich nicht auf den Gletscher, auch der höchste Lawinenverbau liegt 200 Meter unter dem Fundort. Und vor allem: Wozu sollte jemand eine Dose Bremsflüssigkeit in extreme Höhen tragen? Das Forscherteam hat daher nur eine logische Erklärung: Es handle sich wahrscheinlich um verlorene Ladung, die aus einem Helikopternetz gefallen sei.
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