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03.09.2007 - Kurioses: Wie eine Dose ATE Bremsflüssigkeit bei der Datierung eines Gletschers hilft

Das ewige Eis eines Gletschers verschlingt vieles – und gibt es oft Jahrzehnte später wieder preis: Gräser, Tiere oder der berühmt gewordene Gletschermensch „Ötzi“ geben Aufschluss über die Entstehungszeit des Gletschers und sind daher interessante Funde.


Doch es müssen nicht immer Jahrtausende alte Objekte sein, die bei Forschern auf Interesse stoßen – auch Produkte der modernen Zivilisation liefern Fragen und gleichsam neue Erkenntnisse. So auch im Fall einer Dose ATE Bremsflüssigkeit, die ein Lawinen- und Gletscherforschungsteam aus Davos entdeckte: Im Gletscher "Foura da l’Amd Ursina" auf dem Schafsberg Pontresina. Anhand des Produktionsdatums der Dose ließ sich das Alter der weggeschmolzenen Schneedecke eingrenzen – zwar noch recht vage auf den Zeitraum zwischen 1911 und 1973, doch schon diese Zeitspanne war für die Forscher von großer Wichtigkeit.

Links die am 14. August 2007 gefundene Dose - rechts die Dose in einer Anzeigenkampagne.
Links die am 14. August 2007 gefundene Dose - rechts die Dose in einer Anzeigenkampagne.

Bei allen Informationen, die sich aus dem Fund ziehen lassen, so stellt sich natürlich auch eine ganz wesentliche Frage: Wie kommt eine Dose Bremsflüssigkeit auf 2800 Meter Höhe? Wanderer verirren sich nicht auf den Gletscher, auch der höchste Lawinenverbau liegt 200 Meter unter dem Fundort. Und vor allem: Wozu sollte jemand eine Dose Bremsflüssigkeit in extreme Höhen tragen? Das Forscherteam hat daher nur eine logische Erklärung: Es handle sich wahrscheinlich um verlorene Ladung, die aus einem Helikopternetz gefallen sei.


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