Heute ist Continental Teves eines der weltweit führenden Zulieferunternehmen der Automobilindustrie. Doch wie bei den meisten Unternehmen waren es innovativer Unternehmergeist und Begeisterung für die noch junge Technik des Automobils, die den Weg zum wirtschaftlichen Aufstieg ebneten.
Der Firmengründer Alfred Teves erlebte den Aufstieg des Automobils - und erkannte das Potenzial, mit technischen Innovationen rasch zum geschätzten Partner der jungen Branche aufzusteigen. Vom Pionier der Hydraulikbremse bis hin zur Entwicklung des ABS hat ATE immer wieder Meilensteine gesetzt, um Dynamik beherrschbar zu machen.
ATE versteht sich als Partner der Automobilbranche und hat die Wünsche und Bedürfnisse der Endkunden stets im Visier. Gleichsam kommen unsere Bremssysteme im Automobil-Rennsport zum Einsatz: Hier werden Höchstleistungen erbracht, die in die Serienproduktion einfließen und im Alltag Fahrspaß und höchste Sicherheit miteinander verbinden.
Wichtige Stationen:
1898
Alfred Teves, geboren 1868, beginnt seine Tätigkeit bei den Adler Fahrradwerken in Frankfurt am Main. Er erlebt den Aufstieg des Automobils und wird 1902 der erste Autoverkäufer des Unternehmens.
1906 Gründung der Fa. Alfred Teves als Generalvertretung für Automobilzubehör. Nach wenigen Tagen ist Teves mit einem Stand auf der IAA in Frankfurt präsent.
1909 Teves gründet gemeinsam mit dem Ingenieur Matthäus Braun die Mitteldeutsche Kühlerfabrik. Damit schafft Teves ein zweites Standbein neben den seinen Industrievertretungen und kann das Aufkommen direkter Zulieferungen an die Automobilindustrie als Chance aufgreifen. Unter anderem werden Audi, Wanderer und Hansa Kunden.
1911 Gründung der Alfred Teves Maschinen- und Armaturenfabrik. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges im Jahr 1919 geraten Teves’ Industrievertretungen immer stärker zugunsten selbst hergestellter Teilen in den Hintergrund. Mit hochwertigen Kolbenringen und Bremsanlagen profiliert sich das Unternehmen auf dem Markt der Automobil-Zulieferer.
1921 Der Markenname ATE ersetzt als Schriftzug das bis dahin gültige Logo aus Kolbenring, Faust und Hammer. Die blauen Verpackungen prägen sich bei immer mehr Werkstätten und Unternehmen als Zeichen höchster Qualität ein.
1926 Teves ist einer der Pioniere bei der Einführung der Hydraulikbremse in Europa: Als erstes Auto des Kontinents fährt der Adler Standard mit einem hydraulischem Bremssystem der ATE Lockheed Bremse. Durch innovative technische Entwicklungen und neuartige Gussverfahren baut ATE seine Stellung auf dem Markt aus.
1934 Auto-Union und Daimler-Benz setzen bei ihren Rennwagen der 750kg-Formel ATE-Bremssysteme ein, die von Teves für den Einsatz im Motorsport optimiert wurden.
1937 Einführung des ATE Tandemhauptzylinders für PKWs, LKWs und Omnibusse.
1948 Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nimmt ATE die Produktion in sämtlichen Werken wieder auf. Ein neues Werk in Gifhorn unterstreicht den Anspruch, auch künftig den Schwerpunkt in der Entwicklung hydraulischer Bremssysteme zu suchen.
1954 Mit den ATE Pumpen-Umlauf-Bremsverstärkern finden die ersten hydraulischen Bremsverstärker ihren Einsatz im Autorennsport in den legendären „Silberpfeilen“ von Mercedes-Benz.
1958 ATE patentiert das Konstruktionsprinzip des „Negativen Lenkrollradius“ für bessere Spurstabilität beim Bremsen. Im gleichen Jahr beginnt ATE die Großserienfertigung für Scheibenbremsen in Deutschland.
1960 ATE nimmt in seinem Frankfurter Werk die Fertigung von Scheibenbremsen in Lizenz von Dunlop auf.
1979 Die ATE Faustsattel-Scheibenbremsen halten Einzug in den Tourenwagen-Spitzensport und werden im BMW M1 in Gruppe-4-Version eingesetzt.
1984 Serienanlauf für das erste integrierte ABS der Welt: Das ATE ABS MK II kommt bei Ford USA und Ford Europa zum Einsatz und wird innerhalb der folgenden zwei Jahre 250.000mal ausgeliefert.
1996 Auf der AutoMechanika stellt ATE die Bremsscheibe PowerDisc vor: Diese minimiert Fading und besitzt eine längere Lebensdauer dank riefenfreien, gleichmäßigen Abrieb. Als zweite innovative Neuheit kommt der Zwei-Komponenten Wischgummi DuoTec auf den Markt.
1998 Verkauf der Brake and Chassis Gruppe der ITT Industries an die Continental AG. Gründung der Continental Teves AG & Co. oHG.
2002 Vorstellung des ESP® II: Das erste ESP® mit aktivem Lenkeingriff eröffnet neue Dimensionen der Fahrdynamik und Fahrstabilität. Die nächste EBS-Generation MK 60 E / MK 25 E mit noch höherer Integration von Funktionen und Komponenten steht ebenfalls bereit.
2003 General Motors stattet eine Sonderserie des GMC Sierra mit dem Integrierten Starter-Alternator-Dämpfer ISAD von Continental Automotive Systems aus. Die Entwicklung des Mild-Hybrid-Systems hatte zehn Jahre zuvor begonnen.
2005 Das APIA-Konzept ist auf dem Weg zur Serienreife und wird kontinuierlich weiter ausgebaut: Durch modernste Kameratechnik in den Außenspiegeln erkennt APIA nun auch Gefahren neben und hinter dem Fahrzeug und warnt vor gefährlichem Ausscheren.
2006 Durch Akquisition der Automobilelektronik-Sparte von Motorola erweitert sich erneut das Produktportfolio der Division - insbesondere um die zukunftsträchtige Telematik-Technologie, für die eine eigene Business Unit eingerichtet wird. Durch Einbindung in APIA eröffnet Telematik phantastische Möglichkeiten bis hin zum lebensrettenden automatischen Notruf mit Ortsangabe und Schadensanalyse.
2007 Mit der Akquisition des Automobilzulieferers Siemens VDO Automotive AG erweitert Continental sein Produktportfolio und geht den nächsten logischen Schritt in der Entwicklung als integrierter Systemanbieter.